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Besucher: 84164 Letzte Aktualisierung: 28.08.2010
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Amiga Emulation unter Linux



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E-UAE ist die UAE-Version für Linux. Im vergleich zur Windows-Version ist diese nicht so umfangreich, aber trotzdem sehr kompatibel und stabil. Genau wie bei allen anderen UAE-Versionen ist ein Kickstart-Image des Amigas notwendig. Woher man diesen bekommt kann man hier erfragen. Als Linuxdistribution verwende ich SUSE. Für diese gibt es den E-UAE-Emulator als RPM-Paket das man direkt von der SUSE-Homepage runterladen kann.UAE-Versionen für andere Distributionen kann man durch ein wenig googeln leicht finden. Alternativ kompiliert man sich das Programm selber mit den Sourcecode der hier zu finden ist.


Der erste Start

E-UAE wird gestartet indem man "uae" in der Konsole eingibt. Wurde UAE erfolgreich gestartet, erscheint eine aufgeräumte Oberfläche wo wir dann auf floppy disks klicken und dann die Diskettenimages einlegen.




Arbeitsspeicher

Weiter gehts zur Konfiguration des Arbeitsspeichers und des Kickstarts. Mit einen Klick auf Memory gelangt man zu den entspechenden Optionen. Als erstes sollte die Kickstartdatei unter Kickstart Rom file eingefügt werden. Für eine Emulation eines Amiga 500 sollte eine Kickstartdatei in der Version 1.3 und für eine Amiga 1200/4000 ein Kickstart in der Version 3.0 oder 3.1 eingelegt werden. Jetzt zum Arbeitsspeicher: 512kb Chipmem und 512kb SlowMem reichen für die Emulation eines Amiga 500 völlig aus. Möchte man einen Amiga 1200/4000 emulieren sollten 2MB ChipMem eingestellt werden, das der Originalkonfiguration entspricht.




Prozessor

Als Prozessor (unter CPU) sollte für die Emulation eines Amiga 500 ein 68000er gewählt werden. Die Option Accuracy sorgt für eine höhere Kompatibilität, kann aber unter Umständen die Emulation verlangsamen. Für eine optimale Amiga 500-Emulation sollte die Option Emulation Speed auf Aproximate 7Mhz 68000 belassen werden.




Chipset

Je nach emulierten Amiga sollte unter Chipset Type die jeweilige Einstellung vorgenommen werden um die maximale Kompatibilität zu gewährleisten:

OCS – Standart Amiga 500
ECS – Amiga 500+ / Amiga 3000
AGA – Amiga 1200 / Amiga 4000




Gameports

Standartmäßig wird hier am Port 0 die Mouse und am Port 1 der Joystick eingestellt. Der Joystick muss natürlich zuvor unter Linux angeschlossen und konfiguriert werden. Wer keinen Joystick besitzt kann alternativ am Port 1 Cursor Keys / Right CTRL or ALT einstellen um stattdessen die Tastatur als Steuerung zu nutzen.




Hard Disks

Wie auch die Windows-Variante kann E-UAE auch mit virtuellen Festplatten umgehen. Mit einen Klick auf Select kann ein beliebiger Ordner ausgewählt werden. Dieser wird dann als Amiga-Festplatte erkannt. Als Device Name bzw Volume Name kann ein beliebeiger Name gewählt werden, zB "dh0" und "Festplatte". Die Read Only-Option sollte nicht gewählt werden, da man sonst während der Emulation keine Schreibrechte besitzt.


Einstellungen Speichern und erweiterte Einstellungen

Leider kann man mit E-UAE nur eine Konfiguration speichern. Möchte man verschiedene Amiga-Konfigurationen abspeichern, dann geht das nur über einen kleinen Umweg, zumindest bei der von mir getesteten Version von E-UAE. Im Userverzeichnis (/home/benutzername) wird die Konfigurationsdatei von E-UAE abgespeichert. Der Name der Datei lautet .uaerc und ist mit den Attribut „Versteckt“ versehen. Nachdem man E-UAE nach den eigenen Bedürfnissen eingestellt und die Konfiguration abgespeichert hat, sollte die Datei .uaerc in einen anderen Ordner kopiert werden. Wenn man jetzt wieder auf diese Konfiguration zugreifen will brauch man die Datei nur wieder ins ursprüngliche Benutzerverzeichnis einfügen und die originale Datei überschreiben. So kann man alle gewünschten Konfigurationen abspeichern.
Übrigens: Die Konfigurationsdatei .uaerc beinhaltet viele Einstellungen die man in der GUI von E-UAE nicht ändern kann, wie z.B. die Auflösung und die Anzahl der emulierten Diskettenlaufwerke.


Fazit

E-UAE ist ein sehr benutzerfreundlicher Amiga-Emulator für Linux. In der GUI kann man leider nicht alle Einstellungen verändern, also muss man selbst Hand anlegen und so einige Funktionen fehlen noch. Aber was nicht ist kann noch werden.

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