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Besucher: 83922 Letzte Aktualisierung: 28.08.2010
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PC - Amiga Transfer mit Netzwerkadapter



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Vor und Nachteile...

Vorteile Nachteile
Schnelle Übertragung Erste Installation etwas aufwendig
Kompatibel mit Windows und Linux  

Was wird benötigt?

Hardware Software
Netzwekkarte bzw PCMCIA Adapter Cnet.device-Treiber
Netzwerkkabel Cardreset Patch
  Cardpatch
  Miami Main-Paket
  Miami 000 oder Miami 020 Paket
  Miami GTL GUI
  Workbench Installer
  Samba (smbfs)


Der Amiga kann mittels einer Netzwerkkarte an ein bestehendes Amiga- bzw Pc-Netzwerk angeschlossen werden. Dazu notwendig ist natürlich eine Netzwerkkarte (PCMCIA oder Zorro-Karte) die standardmäßig nicht im Amiga vorhanden ist. In dieser Anleitung wird ein Amiga 1200 (Workbench 3.1) mittels PCMCIA-Netzwerkadapter (Cnet CN40BC) mit einem Windows-PC verbunden.
Ich habe diesen Netzwerkadapter gewählt, da die Amigatreiber leicht im Aminet zu finden sind.


PCMCIA-Netzwerkadapter (Cnet CN40BC)

Die Versionsnummern der Softwarepakete in dieser Anleitung müssen nicht mit denen im Aminet übereinstimmen, da diese ständig weiterentwickelt werden.
Zu allererst brauchen wir den Cnet.device-Treiber und zwei Patches (Cardreset und Cardpatch). Die zwei Patches werden benötigt um einen kleinen Fehler des Amigas zu beheben, der verhindern würde daß der PCMCIA-Adapter richtig funktionieren kann. Um die Daten auf die Amigafestplatte zu kopieren, folge dieser Anleitung.

Jetzt zur Installation des Treibers.
Erstelle den Ordner „Networks“ im Devs-Verzeichnis der Workbench. Kopiere die Datei Cnet.device dort hinein. Der Treiber ist somit schon installiert. Jetzt müssen wir noch dafür sorgen daß die Patches bei jedem Start der Workbench mitgeladen werden. Kopiere deshalb die Dateien Cardreset und Cardpatch ins Verzeichnis „C“. Damit die Patches bei jedem Start der Workbench mitgeladen werden muss die „Startup-Sequence“ modifiziert werden. Öffne also die Datei „Startup-Sequence“ die sich im Verzeichnis „S“ befindet mit einem beliebigen Texteditor. Ich habe hiefür den etwas umständlichen aber schlanken Editor Emacs benutzt der sich auf der Workbench befindet. Folgende Zeilen müssen nun eingetragen werden:

C:CardReset TICKS 50
C:CardPatch

Nun zur Installation und Konfiguration von Miami
Die etwas umständliche Installation von Miami besteht aus mehreren Paketen die alle im Aminet erhältlich sind.
Das „Main-Paket“ ist das Grundpaket und wird auf jeden Fall benötigt.
Je nachdem was für ein Prozessor in den Amiga eingebaut ist, braucht man entweder das Paket Miami32b-000 (für 68000 oder 68010) oder Miami32b-020 (68020 oder schneller).
Und zuletzt das Paket für die grafische Oberfläche. Es stehen mehrere Pakete für die grafische Oberfläche zur Verfügung, wir verwenden in diesem Beispiel das Paket Miami32b-GTL.
Jetzt sollten alle drei Pakete in einen gemeinsamen Ordner dekomprimiert werden.
Außerdem braucht es noch den Installer für die Workbench da die Installation von Miami sonst sofort mit einer Fehlermeldung abdebrochen wird. Und zwar handelt es sich um das „Installer-43_3“-Paket.
Der Installer muss in das Verzeichnis „C“ der Workbench kopiert werden.
Nun steht für die Installation von Miami nichts mehr im Wege. Die Installation von Miami kann mit einen Doppelklick auf „Install Miami“ gestartet werden. Bei der Frage welche Grafikoberfläche (GUI) installiert werden soll, antworten wir mit der der Auswahl GTL.
Ist die Installation von Miami erfolgreich verlaufen, können wir mit der Konfiguration beginnen. Der PCMCIA-Ethernetadapter sollte spätestens jetzt angeschlossen und mir den PC verbunden werden.

Für die Konfiguration von Miami starten wir das Programm „MiamiInit“, das sich im Installationsordner von Miami befindet. Nun werden wir aufgefordert einen Treiber auszuwählen. Uns interessiert der Treiber „other Sana-II Driver“ den wir auswählen. Weiter geht’s mit „continue“.
Falls kein Internetzugang konfiguriert werden soll kann man die Kästchen „Internet“ bzw „DNS“ deaktivieren.
Jetzt will das Konfigurationsprogramm wissen wo sich der Treiber des Cnet-Adapters befindet. Hier geben wir folgende Zeile ein:

sys:devs/networks/cnet.device

Jetzt werden wir nach verschiedenen Informationen bezüglich des PC-Netzwerkes gefragt, wie z.B. die IP-Adresse und die Subnet Mask. Diese Informationen müssen aus der Konfiguration des Pc’s bzw des Routers entnommen werden.
Bei beendeter Konfiguration wird die Konfigurationsdatei abgespeichert. Merke dir wo diese abgelegt wird.
Jetzt starte Miami, halte die rechte Maustaste gedrückt und wähle unter „Settings“ die Option „load“. Suche jetzt die Konfigurationsdatei, die mit MiamiInit erstellt wurde und bestätige mit „OK“. Wenn die eingegebenen Netzwerkdaten korrekt sind, sollte sich Miami mit einem Klick auf „Online“ verbinden. Sollte keine Verbindung zustande kommen dann wiederhole die Konfiguration mit „MiamiInit“ und importiere die Konfigurationsdatei nochmals in Miami. Eine Firewall auf den Pc bzw im Router könnte auch die Ursache des Problems sein.

Ist Miami mit dem Pc-Netzwerk verbunden so ist der größte Teil der Arbeit erledigt. Jetzt brauchen wir nur noch ein Komunikationstool das die Freigaben des PC’s anzeigt. Dazu nutzen wir Samba, das auf Aminet.net frei erhältlich ist. Das Paket nennt sich „smbfs.lha“. Die darin enthaltene Datei „smbfs“ sollte jetzt in den Verzeichnis „C“ der Workbench kopiert werden. Jetzt öffne die Shell (Workbench / System) und gib folgenden Befehl ein:

smbfs WORKGROUP=[Netzwerkgruppe] USER=[Benutzer] SERVICE=//[PC Name]/[Freigabename] VOLUME=[Freigabename auf Workbench]

Beispiel:
Wir verbinden uns mit einer PC-Freigabe namens „Share“ auf einen PC der sich „PC1“ nennt und sich in der Netzwerkgruppe „Network“ befindet. Der angemeldete Benutzer lautet „Christian“ und das Freigabesymbol in der Workbench soll sich einfach „Freigabe“ nennen. Und so sieht der Befehl dann aus:

smbfs WORKGROUP=Network USER=Christian SERVICE=//pc1/share VOLUME=Freigabe

Wenn alles geklappt hat, sollte jetzt auf der Workbench das Symbol “Freigabe” erscheinen, das den freigegebenen Ordner auf den PC entspricht. Per Drag & Drop können jetzt Dateien vom PC zum Amiga transferiert werden.

Noch ein paar Tipps…

Tipp 1: Falls im laufe der Anleitung, der Inhalt mancher Ordner auf den Amiga leer zu sein scheint, dann markiere den „leeren“ Ordner, drücke die rechte Maustaste und wähle die Option „Window / show / all Files“. Der Inhalt des Ordners wird dann dargestellt. Da Dateien in der Workbench nur sichtbar werden wenn sich im selben Ordner die dazugehörige Info-Datei (Icon) befindet, muss diese Option ausgewählt werden.

Tipp 2: Der SMB-Befehl „smbfs WORKGROUP=[Netzwerkgruppe] USER=[Benutzer] SERVICE=//[PC Name]/[Freigabename] VOLUME=[Freigabename auf Workbench]“ muss nicht jedes mal von Hand abgetippt werden. Ich empfehle, den Befehl in eine Textdatei zu schreiben und diese als Script zu definieren, so genügt ein Doppelklick auf die Textdatei um sich mit der Freigabe zu verbinden. Als Texteditor kann Emacs oder einen beliebiger Editor verwendet werden.

Tipp 3: Das Tool „ADF Blitzer“ ist ein Amiga-Programm und kann ADF-Dateien (Emulator-Dateien) auf Diskette schreiben. So kann man die guten alten Spiele von zahlreichen Internetseiten runterladen und auf den Amiga spielen. Runterladen kann man ADF-Blitzer von Aminet.net

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